Übersichtskarte

der erste Tag "zu Hause" und Fazit

Donnerstag, 03.07.2014

Da bin ich also wieder in Kleinkleckernförde. Hier hat sich doch einiges verändert und überall entdecke ich Neues. Ich laufe fast wie ein Touri durch die Stadt und muss mich an deutsch erst mal wieder gewöhnen.

Plötzlich verstehe ich alles, was auf den Straßen geredet wird und werde bei Rossmann komisch angeguckt, wenn ich alle mit szia begrüße und mich an der Kasse mit köszi bedanke.  Eurobeträge rechne ich erst mal in Forint um, um dann nach einer günstigeren Shampooflasche zu greifen. :) Auf Verpackungen suche ich die ungarische Beschreibung, und bin enttäuscht, wenn es sie nicht gibt. Ich denke, das Ungarische wird mir fehlen. Ich mag die Sprache wirklich und werde definitiv versuchen, sie weiter zu lernen. Trotzdem..es ist schön, mal wieder mit Moin begrüßt zu werden und Plattdeutsche Plakate zu lesen. Eckernförde ist kleiner als Pécs - ja -  keine Hochhäuser, keine langen Wege, keine großen, lauten, vielbefahrenen Straßen. Aber dennoch ist es schön, wieder hier zu sein. Es ist ruhig in der Wohung und echt kalt..naja..ich komme ja auch aus über 30°C und Sonne.

Das Abenteuer Pécs ist vorüber..10 Monate sind doch echt schnell vergangen und ich habe soo viel mitgenommen und erlebt.
Den Plitvice Nationalpark in Kroatien, Silvester in Bratislava, geschichtliche Tour durch Szeged, das erste mal ganz alleine Reisen, mir mit einem Bürgermeister die Kante geben, im größten Sees Europas baden, zum Fernsehturm wandern und die Aussicht über Pécs genießen und und und. Und natürlich viele neue Leute und andere Lebensweisen kennenlernen, Freundschaften schließen, Party machen, in coolen Hinterhöfen eine házi limonadé trinken und das Wetter genießen.
Ich kann hier unmöglich alles aufzählen und alles zu erzählen, wird ewig dauern, aber ich werde mich mein ganzes Leben an diese Zeit erinnern.
Danke an alle (Freiwillige; Mentoren, Organisationsleute; Menschen, die ich getroffen habe), dass ihr mitgeholfen habt, diese 10 Monate für mich zu so einem unvergesslichen Erlebnis zu machen, von dem ich noch lange erzählen werde. Wir werden uns wiedersehen und ich freue mich jetzt schon darauf.
Mein Dank geht auch an meine Entsendeorganisation Experiment e.V., meine coordinating organisation Területfejlesztők a V. E., an den Koch Váleria Kindergarten und an die Europäische Union, die diesen Auslandsaufenthalt für mich überhaupt erst möglich gemacht haben.

So traurig es ist, aber dies wird der letzte Eintrag in diesem Blog sein. Danke an alle, die mitgelesen und Kommentare hinterlassen haben.  Ich habe mich immer sehr darüber gefreut. Und vielleicht konnte ich ja den ein oder anderen überzeugen, auch einmal das Abenteuer Ausland zu wagen. Es würde mich freuen und wenn ihr fragen habt, schreibt ruhig.

Für mich geht es jetzt bald mit dem Studium und somit einem neuen Abenteuer weiter.

Life is a journey.

the last days

Donnerstag, 03.07.2014

Tja, eigentlich wollte ich ja schon früher schreiben, aber mein Laptop dachte sich, er ärgert mich mal und lässt sich nicht mehr laden. Naja..also dann jetzt. ;)

Die letzten Tage waren noch mit Organisatorischem gefüllt. Der final report für meine ungarische Organisation wollte ausgefüllt werden und dann war da ja noch der Youth Pass. Das ist das Zertifikat, was einem die Ableistung des EVS bescheinigt. Es besteht aus verschiedenen Blättern: einer einfachen Bescheinigung und dann noch aus den key competences. Das sind Sachen wie Muttersprachliche oder Digitale Kompetenz etc. und da kann man reinschreiben, was man über das Jahr so für sich gelernt hat. Dann druckt man das Ganze schön aus und lässt es unterschreiben und tadaa..ein Haufen Zettel.

Montag waren Lisa, Julia und ich bei der Bank, um unser Kleingeld, das wir über das Jahr gesammelt haben, abzugeben. Es gab allerdings keinen Zählautomaten, sodass wir uns einfach in die Kinderecke setzten und 10kg Kleingeld sortierten.  Im Endeffekt kamen dann 50000ft (knapp 200Euro) dabei raus, von dem wir nett essen gingen und den Rest aufteilten.

Mittwoch trafeb wir uns dann mit Ildi und Zsolt und überreichten unsere kleinen Dankesgeschenke: Kleine Memoryspiele einmal mit uns drauf und einmal mit lustigen deutschen Wörtern. 

Donnerstag guckten wir uns dann das Deutschlandspiel auf dem Kossuth tér an und gingen danach als Flat essen. Ein sehr netter Abend.

Freitag abend trafen wir uns dann alle bei der Tettye Ruine, saßen nett zusammen und ginegen später runter in die Stadt ins Pécsi (zum letzten Mal). Es wurde eine sehr coole Nacht und als ich morgens um 5 nach Hause lief, war schon alles hell.  Der nächste Tag wurde dementsprechend entspannt, wobei wir abends ein letztes Mal ins Cooltour gingen. So viele letzte Male.

Sonntag abend war dann endgültig die Abschiedsrunde im Csinos, da die Österreicher, Tekla und Felix Montag morgen mit dem Zug gen Heimat fuhren. Der Abschied war traurig und ich habe richtig gemerkt, was für eine tolle Truppe wir doch geworden sind. Aber wir werden un sicher wiedersehen.

Die letzten Tage waren dann für mich ein Warten auf den Abschied. Ganz  komisches Gefühl, da ich immer noch nicht wirklich realisiert hatte, dass ich Pécs auf längere Zeit Tschüss sagen würde.

Tja und dann war mein Konto aufgelöst, ich hatte mich von allen verabschiedet und zack war es Mittwoch morgen 3:30. Die Reste wurden gepackt, das Bett abgezogen und mit Julia fuhr ich dann zum Árkád. Um 5:30 ging mein Bus nach Budapest und um 13:15 saß ich im Flieger Richtung ?Heimat?. Es fühlte sich nicht so an. Pécs war mein zu Hause und ich werde in Eckernförde auch nur vorübergehend wohnen. Es fühlte sich an, als würde ich meine Heimat verlassen.

Aber dann landete ich in Hamburg und war echt froh, meine Eltern zu sehen. Sie hatten sogar einen Willkommens-Luftballon dabei ( wusstet ihr, dass man bei amazon Helium bestellen kann? Ich nicht. )
Tja und damit endete mein Unagrn-Abenteuer. Da bin ich wieder. Aber ich werde definitiv wieder zurück...auf Besuch dann. Vielleicht sogar schon im Frühling.

Viszontlátásra Pécs - Szia Eckernförde. Nagyon szép idő volt!

Besuch, fishing on Orfü und Abschiedsfeier

Montag, 23.06.2014

Bevor ich Tamara vom Bus abholte, bemerkte ich erst einmal, dass irgendjemand mein Fahrrad geklaut hatte. Aus dem Hausflur und es war angeschlossen. Naja. 
Mit Tamara trafen wir uns dann im Cooltour auf eine leckere házi limonadé und ließen den Abend mit einem Film nett ausklingen. 

Am nächsten Tag ging es dann mittags los nach Örfü. Wir setzten uns an den See in die Sonne und genossen das Wasser um unsere Füße und die Sommersonne. Abends machten wir uns dann auf zum Festival "Fishing on Orfü". Dort spielen nur ungarische Bands und es war echt cool. Eigentlich geht es fast vier Tage, aber wir haben nur ein Tagesticket gekauft. Wir haben Brains, Punanny Massif und Intim Torna Illégal (ihr könnt sie youtuben ) gesehen und standen jedes Mal sehr weit vorne an der Bühne. Es waren super viele Leute da und die Stimmung war großartig. Auch wenn wir den Großteil der Lieder nicht kannten und fast alles auf ungarisch war, wurde trotzdem fleißig mitgegrölt.  Mein erstes Festival war also ein voller Erfolg. Nachts ging es dann mit dem Taxi zurück.

Freitag gab es dann erst mal das Pécs-Touriprogramm für Tamara. Innenstadt, Dom, Zsolnay Negyed mit Museum und Tettye mit den Ruinen und der Kirche. Abends trafen wir uns dann mit den anderen Freiwliigen im Csinos und es wurde noch sehr lustig. Tamara entschied sich dann, einen Tag länger zu bleiben, um mit mir schwimmen zu gehen und abends beim public viewing des Deutschlandspiels dabei zu sein. 

Schwimmen war recht erfolgreich. Auf 500m brauche ich 13min. Ohne Training nicht schlecht und es reicht für den Triathlon. Ich hoffe nur, dass nicht allzu viele Quallen in der Ostsee sind.  Abends versammelten wir uns dann alle am Kossúth tér mit Bier, bayerischem Kartoffelsalat und Würstchen zum public viewing. Wieder ein sehr toller Abend. 

Und dann war auch schon wieder Sonntag. Ich brachte Tamara zum Bus und nachmittags ging es dann zu Vikis Farm zur Abschiedsfeier mit selbstgemachter Pizza. Kaum zu glauben, dass die 10 Monate schon fast um sind. Es ging doch echt schnell und ich werde alle hier echt vermissen. Aber ich habe viel gelernt, viele tolle Leute getroffen und Freundschaften geschlossen, bin viel gereist und habe viel Neues ausprobiert. Diese Zeit werde ich nie vergessen.

 fishing on Orfü fishing on Orfü die Gruppe :) was sich in 10 Monaten so ansammelt :D Austellung des Zsolnay Porzellans public viewing der deutschen Art :D lecker frisch gepflückte Himbeeren :)

Siófok

Montag, 23.06.2014

Meine letzte Reise in Ungarn führte mich an den Balaton, den größten Sees Europas. Genauer gesagt nach Siófok an der nördlichen Ostseite des Sees. Hin ging es mit dem Bus und es war die bisher lustigste Busfahrt, da es ein paar Probleme mit einer Mitfahrerin gab, die erst mitten während der Fahrt eine Zigarettenpause einlegen wollte und später durch den Bus rief, sie müsste mal auf die Toilette. Da sie anscheinend auch andere Fahrgäste belästigt hatte, setzten wir die Fahrt schließlich ohne sie fort und kamen dann etwas verspätet uin Siófok an. 

Nun lernte ich also die touristische Seite Ungarns kennen. Siófok ist ein sehr nettes Städtchen, aber nicht typisch Ungarn (zumindest im Zentrum) sondern auf Touristen ausgelegt. Da zufälligerweise Clara, Tekla und Julia auch da waren, traf ich mich noch mit ihnen und am nächsten Tag gingen wir an den Strand bzw. Graswiese. Baden, sonnen, chillen und die Seele baumeln lassen. Es war ein toller Tag, der dummerweise mit ziemlichem Sonnenbrand endete. Naja.  Abends schaute ich mir dann den Sonnenuntergang am Hafen an und schaute in meiner Pension etwas deutsches Fernsehen. 

Am nächsten Tag lieh ich mir ein Fahrrad und fuhr zur Halbinsel Tihany ungefähr 15km weiter südlich. Es war nicht schwer zu finden, da es rund um den Balaton eine Radroute gibt und so alles gut ausgeschildert war. Mit der Fähre ging es rüber und schon war ich da. Auch Tihany ist sehr touristisch aber unglaublich hübsch und niedlich. Viel Grün, toller Blick über den See und viele nette kleine Geschäfte. Auf dem Rückweg entdeckte ich an der Fähre den Wahrsagestein. Man muss seien Hand in den Mund legen und er sagt einem die Zukunft voraus. Ich habe es aber nicht gemacht. 

Abends machte ich mich dann auf dem Weg zum public viewing: Deutschland-Portugal. Hinter mir saßen zwei sehr lustige Männertruppen und zwischendurch kam eine Frau mit einem Mops im Deutschlandtrikot vorbei, der allen High Fives gab. 

Am Dienstag ging es dann auch schon wieder zurück nach Pécs, wo ich mich noch einen Tag ausruhen konnte, bis mich dann eine andere deutsche Freiwillige aus Várpalota besuchen kam. 

Wasserturm in Siófok Siófok Baden *-* Balaton Balaton Ausflugsschiff Sonnenuntergang am Balaton Tihany das Paprikahaus Schaumbrunnen :) Tihany der Wahrsagestein :D Balaton

Und da ist der Kiga vorbei

Freitag, 13.06.2014

Nachdem letzte Woche die "Kinderwoche" im Kiga echt schön war, blieben nur noch 4 Tage Arbeit. Aber der Reihe nach. 

Freitag habe ich mit den beiden ältesten Jungs auf dme Hof ein bisschen geturnt. Das war echt cool. Abends bin ich dann mit den anderen Freiwilligen endlich mal wieder ins Pécsi (Disko) gegangen. Die Musik war erstaunlich gut (mal nicht nur ungarischer Techno/Elektro ) und wir hatten viel Spaß.
Sonntag waren wir dann in Orfü am See. Baden und sonnen. Das war echt toll, da das Wasser ziemlich warm war. Abends waren wir dann im Elefantos essen. Das ist ein etwas teureres Restaurant (naja...Preise etwa wie in Deutschland..also für Ungarn teuer ;) ) und es waren fast nur Touristen oder deutsche Studenten da. Aber das Essen war echt echt gut. Und das Cooltour Café hat nach einer längeren Renovierungspause auch wieder auf, sodass wir uns dort wieder schön in den Hinterhof setzen konnten.

Tja, und dann kam die neue Woche und mit ihr die Hitze. Bis zu 35°C und auch nachts wurde es nicht unbedingt kühler. Montag hatten wir frei. Mein FitnessClub hat früh morgens im Mecsek Gebirge ein Outdoor-Training veranstaltet, also bin ich um 7 los, um dann knapp 2 Stunden in der Sonne zu schwitzen. Anstrengend, aber echt gut. Leider bin ich nächsten Monat nicht mehr hier, wenn das noch einmal stattfindet. 
Im Kindergarten ist dann nicht mehr viel Aufregendes passiert, zumal auch lange nicht mehr alle Kinder da waren. 
Hier in Pécs gibt es im Moment unglaublich viele Mücken. Ich frage mich echt, wo die alle herkommen. Auf jeden Fall fliegen jetzt immer mal wieder kleine Flugzeuge im Tiefflug über die Stadt, die ein Mückenspray versprühen. Sieht man auch nicht alle Tage. Und langsam weiß ich die neu aufgehängten Sonnensegel in der Stadt auch zu schätzen. Wenn die Sonne scheint, ist es gleich noch mal um einiges wärmer. Ich hoffe ja echt, dass ich die über-40-Grad-Welle hier verpasse. 

Am Mittwoch haben wir uns dann endlich die Tageskarten für das Fishing On Orfü Festival besorgt. Wir werden naächsten Donnerstag hingehen und ich freu mich echt schon, weil da auch eine Band spielt, die ich unbedingt hören möchte.

Tja, und dann war heute der letzte Tag im Kindergarten. Meine Erzieherinnen haben mir ganz liebe Geschenke gemacht: eine Mappe mit Bildern, die die Kinder gemalt haben, ein Kochbuch und eine CD vom Kindergarten. Auch von ein paar Eltern habe ich etwas bekommen. Den Kindern habe ich je ein Foto von ihnen mit mir gegeben. Da haben sie sich auch richtig gefreut. Der Abschied ging dann doch rehct schnell, zumal viele Kinder abgeholt wurden und ich mich gar nicht richtig von ihnen verabschieden konnte. Die beiden ältesten Mädchen wollten mich gar nicht gehen lassen. Es war schon echt schwer, dann endgültig die Tür hinter mir zuzumachen und zu gehen, aber ich habe beschlossen, dass ich nächstes Jahr auf jeden Fall noch einmal herkommen werde. Bin mal gespannt, wie die Kinder sich bis dahin entwickelt haben. 


Fun fact: Hier in Ungarn ist es anscheinend üblich, dass Bilder von jeder Abschlussklasse in den Schaufenstern von Geschäften oder Restaurants ausgestellt werden. Da sieht man erst mal, wie viele Schulen es eigentlich in Pécs gibt.

Már csak nyolc nap az óvodában

Montag, 02.06.2014

Nur noch 8 Tage Kindergarten. Die Zeit vergeht so schnell. Ich weiß jetzt schon, dass ich die Kinder echt vermissen werde. Die Kleinen umarmen mich morgens immer alle, wenn ich reinkomme und heute meinte Márta, ich solle doch einfach ein paar mit nach Deutschland nehmen. :D Ich würd's ja gerne machen. 

Letzten Dienstag war unser Abschiedsfest für die Kinder, die in die Schule kommen. Wir haben viel gesungen und Gedichte aufgesagt und sogar ein kleines Theaterstück über drei Schmetterlinge aufgeführt. Alles auf deutsch natürlich. Es hat alles super geklappt und am Ende gab es noch zur Überraschung eine Schoko / Erdbeer Torte mit einem Gruppenbild drauf. Da haben sich die Kinder echt gefreut.  Von ein paar Eltern habe ich sogar Blumen oder Schokolade als Dank bekommen und eine Mutter hat mir doch tatsächlich eine Kette mit passenden Ohrringen in Schmetterlingsform geschenkt. Da habe ich mich richtig gefreut. 
Und in unserer Wohnung stehen jetzt ganz viele Blumen, weil die anderen zum Abschied auch einige geschenkt bekommen haben. 

Ansonten habe ich mir jetzt auch eine neue Brille anfertigen lassen, weil unsere Versicherung hier die Kosten zu 100% übernimmt und ich mir sonst teuer in Deutschland eine neue hätte machen müssen. 

Leider konnte ich die ganze letzte Woche nicht zum Sport, da ich immer noch erkältet bin und so langsam muss ich da mal die Notleine ziehen.  Aber jetzt geht es schon besser und ich kann ja immer noch mit dem Rad zum Kiga fahren. 

Ansonsten war ich noch zwei Mal mit den anderen Eis essen und seit Samstag habe ich die Wohnung nun ganz für mich alleine, da Lisa in Rumänien ist und Julia und Nico am Balaton sind. Ich muss sagen, es ist echt mal schön, so alleine in der Wohnung zu sein. Man kann so laut und wann man will Musik hören und in die Küche und ins Bad wann man will.  
Samstag ist dann passenderweise unser Abfluss in der Küche kaputtgegangen, aber heute kam der Handwerker und hat das schnell wieder behoben. 

Da im Garten vom Kiga gerade das ganze Spielzeug (Schaukeln etc.) aufgebaut wird, können wir leider kein Sommerfest im Garten veranstalten. Ziemlich schade, aber dafür machen wir diese Woche eine "Kinderwoche" mit ganz vielen Aktionen. Heute war die Feuerwehr da und die Polizei und das Puppentheater kommen auch noch. Und wir werden noch Eis essen gehen. 

Der letzte Tag im Kiga ist dann nächste Woche Freitag und danach fahre ich für 4 Tage an den Balaton. Endlich wieder Wasser. Das wird toll. 

Várpalota

Mittwoch, 21.05.2014

Die Fahrt nach Várpalota (nördlich des Balaton) mit dem Bus war recht entspannt. In Várpalota wurde ich dann von Lina und Tamara, die ich schon vom Mid-Term Training kenne abgeholt. Dazu gesellten sich dann noch 5 weitere Leute von den Trainings und zwei andere. Es wurde ein sehr netter Abend im Volunteer Haus und nach ziemlich wenig Schlaf ging es dann am nächsten morgen los zum Jugendzentrum, wo das volunteer meeting stattfinden sollte. 
Das Ziel dieses Treffens war es, ein Buch für die nächsten Freiwilligen über Ungarn zu erstellen. Mit Infos zu schönen Orten, Eigenarten der Ungarn, Geschichte, unseren Projekten etc.. Dazwischen gab es immer wieder kleinere Spiele. Zum Mittag hatte dann jeder etwas aus seinem Heimatland mitgebracht und da ziemlich viele Nationalitäten da waren (Lettland, Estland, Bulgarien, Spanien...), konnte man viel probieren. 
Abends haben wir dann eine kleine Stadtralley verkleidet als Superhelden gemacht. Das war echt cool. Ich war im Team Thor und wir mussten unter anderem auf einem Bein rückwärts hüpfend das Musemsgebäude umrunden. In einer Bäckerei mussten wir einen ungarischen Zungenbrecher aufsagen, um ein Brot umsonst zu bekommen. Fekete bika pata kopog a patika köveken. Heißt so viel wie: Ein schwarzer Stier klopft mit seinen Hufen auf die Steine in der Apotheke.   Danach wurde dann schön gegrillt und gefeiert. Es war unglaublich toll, so viele neue Leute kennenzulernen und andere wiederzutreffen. Ich hoffe, ich habe noch die Gelegenheit, einige von ihnen vor meiner Abfahrt noch mal zu sehen.
Sonntag sind wir dann (wen wundert's ) spät in den Tag gestartet und haben noch die Reste für das Buch besprochen. Leider konnte ich nicht mehr zum typisch ungarischen Gulaschessen bleiben, da mein Bus fuhr. Echt schade, denn ungarsches Gulasch habe ich bisher noch nicht gegessen.

mein erster selbstgemachter Apfelkuchen darf ich vorstellen: Thors Hammer :D

Vom Muttertag und Alltag

Donnerstag, 15.05.2014

Kurz bevor ich mich auf zum Volunteer Meeting in Várpalota nördlich des Balaton mache, melde ich mich dann doch noch mal. 

Letzten Dienstag haben wir nachmittags im Kindergarten den Muttertag mit allen Mamas und Omas gefeiert (hier ist es anscheinend so üblich, dass auch die Omas was bekommen). Es war echt, ich habe endlich alle Eltern kennengelernt und die Kinder sahen unglaublich süß aus. Sie haben Gedichte und Lieder auf deutsch und ungarisch aufgesagt und mit den Müttern getanzt. Echt schön. 
Danach haben wir uns alle im Haus zum Grillen getroffen. Letzte Woche hatten wir nämlich schon fast sommerliches Wetter mit viel Sonne und bis zu 25°C. Wuhu  (Diese Woche ist wieder Regen und kalt aber naja) 

Meine erste Unibewerbung ist auch schon abgeschickt und die zweite muss jetzt ausgedruckt werden. Mittwoch habe ich dann zufällig meine ungarusche Freundin Viki getroffen, die gerade wieder für einen Monat in Pécs ist. Eigentlich wollten wir uns Sonntag zu einer kleinen Radtour mit Picknick im Weinberg ihres Vaters treffen, aber leider ist sie krank geworden. Hoffentlich können wir das noch nachholen.

Donnerstag habe ich dann mit Susi und Felix noch einmal lecker Fisch gemacht und habe danach den Honig mit in unsere Flat genommen. Könnt ihr euch vorstellen, wie unglaublich gut das erste Honigbrot nach 8 Monaten schmeckt? Soooooo gut. 

Samstag haben Julia, Nico Marina und ich zusammen mit den beiden rumänischen Freiwlligen dann den Eurovison Song Contest gesehen und sind danach noch in die Stadt etwas trinken gegangen. Das war ein sehr netter Abend.

Tja und diese Woche...Regen, Regen und Regen udn ich bin immer noch erkältet.   Aber ich habe jetzt endlich eine Serie zum Gucken gefunden: The Mentalist. 

Und morgen geht es dann los nach Várpalota. Darauf freue ich mich schon. Der Apfelkuchen zum Mitnehmen ist auch schon fertig. Mjam...Aber ich darf ihn erst am Samstag anschneiden...gemein 


unser neuer Küchen'garten' ;) intim torna illégal auf dem Zsolnay Fesztival

only 2 months left

Sonntag, 04.05.2014

Nur noch 2 Monate. Einerseits freue ich mich schon total auf zu Hause, andererseits würde ich auch gerne hierbleiben. Aber noch ist ja etwas Zeit. 

Letzte Woche Donnerstag war ich bei der Familie von einem meiner Kindergartenkinder zum Abendessen eingeladen. Das war sehr nett und da beide Eltern sehr gut deutsch sprechen, haben wir uns auch gut unterhalten. Ich durfte auch beim Baden der Kinder helfen und habe ihnen eine deutsche Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen. Es war definitiv ein sehr netter Abend.

Am nächsten Tag war ich dann das "Müllauto" im Kindergarten. Sprich 2 Jungs standen auf meinen Füßen und ich bin mit ihnen durch die Gegend gelaufen und hab sie als "Müll" über meine Schulter gehoben. Judit und meine Helferin fanden das ziemlich witzig.  Abends waren dann Nicos Eltern zum Essen da.

Diese Woche war ich dann am Montag shoppen. Da jetzt 2 von 3 Hosen kaputt sind, musste doch mal eine Neue her.  Außerdem habe ich per Briefwahl die Bürgermeister- und Europawahl machen können. Tja und seit Dienstag abend ist das Wetter nicht mehr ganz so toll. Beziehungsweise morgens ist es echt sommerlich mit bis zu 28°C und so gegen Nachmittag kommen dann die Wolken über die Berge und es gewittert wie nichts Gutes.

Donnerstag habe ich mich mit ein paar anderen zum Kuchenessen getroffen und abends haben wir Risiko gespielt. Donnerstag und Freitag hatte ich wegen des 1.Mais und des Brückentages frei.  Am nächsten Morgen habe ich dann mal wieder das Taubenpärchen von unserem Balkon vertrieben. Die halten unseren Korbstuhl wohl für einen Nistplatz. Als ich den dann auf den Kopf gestellt habe, saßen sie am nächsten Morgen dadrunter. Naja..jetzt steht der Stuhl drinnen und heute waren sie dann nicht da. 

Freitag habe ich mir dann mal einen Döner gegönnt und ich muss sagen, dass die in Eckernförde echt besser sind. Größer und mehr Inhalt. Abends war ich dann auf dem Zsolnay Festival in dem Kulturviertel hier. Alleine, weil niemand Lust hatte, hinzugehen. War aber trotzdem nett. Ich habe mir ein echt gutes Konzert angehört (Intim torna illégal - findet man auf youtube ). Gestern wollte ich eigentlich auch hin, aber bei dem Wetter...äh nee. 
Also war ich gestern den ganzen Tag zu Hause, hatte die Wohnung für mich und habe mir einen netten Tag gemacht.  Obwohl, morgens war ich joggen und habe 4km in 25min bei lockerem Tempo geschafft. Da war ich schon stolz.  Jetzt bin ich auch für den Triathlon angemeldet...also gibt es jetzt keine Trainingsausreden mehr. 

Von Ostern, Sandsäcken und Brunch

Mittwoch, 23.04.2014

Letzten Donnerstag waren wir bei Elena (der Freiwilligen aus Bulgarien) und haben Eier gefärbt. In Bulgarien ist es nämlich Tradition, dass man am Gründonnerstag Eier färbt. Mit dem ersten rot gefärbten Ei wird einem dann ein Kreuz auf dir Stirn gemalt, dass Gesundhet bringen soll. Außerdem wird besagtes rotes Ei 1 Jahr aufbewahrt und wenn es dann noch gut ist, wird das Jahr gut. 

Freitag hatte ich dann frei, weil nur 12 Kinder im Kiga waren und das mit 3 Freiwilligen + Erzieher +  Helferinnen doch etwas übertrieben gewesen wäre. Also habe ich den Tag entspannt verbracht und abends noch mit Nico, Marina und Julia "The Help" geguckt. Sehr guter Film.

Samstag habe ich dann meinen ersten eigenen Osterzopf gebacken. Er ist echt gut geworden und hat beim Brunchen am Sonntag auch allen gut geschmeckt. Außerdem habe ich Ostereier für Nico und Julia versteckt (Lisa war bei ihren Eltern) und selber einen kleinen Osterhasen von den Beiden bekommen.  Danach gings zum Brunchen mit den anderen Freiwilligen, was sehr nett und reichlich war.

Montag hatten wir auch frei und so konnte ich den morgen schön auf unserem Balkon in der Sonne genießen. Ich bin sogar schon etwas braun geworden. 

Dienstag hieß es dann nach dem Kiga Sandsäcke befüllen und schleppen. Nach einer kleinen Mittagspause mit Marina im Cupcake Café ging es für mich und die anderen Freiwilligen ans Arbeiten. Die Erde von 3 großen Hochbeeten wollte in Säcke gefüllt und transportiert werden, denn die Beete sollen zum neuen Jugendzentrum umgelagert werden, wo dann Kinder und Jugendliche sie bepflanzen und sich um sie kümmern können. Zwischendurch gab es noch eine kleine Eispause.  Am Ende hatten wir 72 Säcke ( Erde wär noch mehr da gewesen, aber wir hatten keine Säcke mehr ) befüllt und runter zum Tor gebracht, wo sie dann am nächsten Tag abgeholt werden sollten. Ich bin selbst etwas erstaunt, dass ich es geschafft habe, so viele Säcke (auch alleine) zu tragen. Aber sonst hätte ich am nächsten Tag um 7 Uhr morgens noch mal hingemusst und darauf hatte ich nun wirklich keine Lust.  Jedenfalls waren meine Arme am Ende ziemlich schwer, sodass ich abends nichts mehr gemacht habe. Außer mehr als eine Stunde mit Melina zu skypen. Das war echt toll und ich muss sagen, so wenig ich von hier weg will, weil mir die Stadt so gefällt und ich mich mit den Leuten verstehe; so sehr freue ich mich auf zu Hause und meine Famlie und Freunde.

Heute wurde ich dann im Kiga von einem meiner älteren Jungs mit Parfüm besprüht. Das ist hier so Tradition (eigentlich am Ostermontag), dass die Jungs die Mädchen "gießen" und dafür dann bemalte Eier bekommen. Aus dem "Gießen" mit kaltem Wasser aus Eimern wurde Besprühen mit Parfüm und aus bemalten Eiern teilweise Schokolade oder anderer Süßkram. Eine schöne Tradition.

Ostern im Kiga der Frühling ist da :) Eier färben tadaa mein Osterzopf Bruchen *yummie* let's work :D Seifenblasen *-* 

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